Mitten in Deutschland und doch abseits der lärmenden Zentren liegt zwischen der bunten Stadt Wernigerode und dem Weltkulturerbe Quedlinburg die Blütenstadt Blankenburg. Erste Siedlungsspuren finden sich bereits aus der Altsteinzeit. Schon im 10. Jahrhundert besaß Blankenburg Stadtmauern. 1115 brachte der Sachsenherzog Lothar von Supplinburg seine Besatzungstruppen in Wernigerode, Ballenstedt und Blankenburg unter. Die erste urkundliche Erwähnung Blankenburgs geht aber auf das Jahr 1123 zurück. Der Herzog setzte seinen Verwandten Peppo von Supplinburg als Grafen auf die Burg, die auf einem blanken Kalkfelsen an der Stelle des jetzigen Schlosses stand. Davon leitet sich auch der Name der Stadt ab.

Unterhalb der Burg entstand um 1200 die planmäßig angelegte Stadt. Die Bartholomäuskirche wurde Anfang des 13. Jahrhunderts, der Grundstein für das Rathaus 1233 gelegt. Um vor den gegenseitigen Überfällen der Feudalherren geschützt zu sein, umgaben die Blankenburger ihre Stadt mit einer beachtlichen Befestigungsanlage.

Weniger befestigt, dafür um so romantischer gehts am Kloster Michaelstein zu. Kaum jemand ahnt, was hinter dem Industriegebiet für schöne Winkel warten. In Richtung Oesig bzw. Teufelsbad-Fachklinik fahren, den Schildern zum Kloster folgen und einfach nur entspannen. Teile der alten Klosteranlage wurden nach der Wende liebevoll saniert und sind heute ein sehr schönes Hotel & Restaurant.

Das Klostertor Klosterhof Der Schafstall Mit Liebe zum Detail Romantischer Winkel

Auch die Fischzucht, die schon die Mönche betrieben wird heute fortgeführt. So ist es nicht verwunderlich, das frischer Fisch hier täglich in vielfältiger Form zubereitet wird. In einer Zeit, in der so viel über Gammelfleisch gesprochen wird, ist es gut zu wissen, das es auch Betriebe gibt, die mit der Natur umzugehen wissen und für die Frische nicht nur ein Wort ist. Überzeugen Sie sich selbst bei einem Rundgang zwischen den Naturteichen.
Fazit: Diese Ecke Blankenburgs ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Die Fischgaststätte An den Teichen Hier kann jeder Füttern Die Forellenzucht betrieben schon die Mönche Spiegelkarpfen warten auf Futter

Einer der schönsten Aussichtspunkte findet sich auf dem "Großvater". Der Großvater ist eine Sandsteinformation und westlicher Beginn der Teufelsmauer bei Blankenburg. Der Aufstieg ist schon etwas abenteuerlich, aber nachdem man bergziegengleich die Aussichtsplattform erklommen hat, bietet sich ein grandioser Ausblick über das Harzvorland.

Die Teufelsmauer bei Blankenburg Der Großvater mit Aussichtsplattform Toller Blick von hier oben Der Aufstieg ist abenteuerlich Sandsteine

Bei der Einteilung Deutschlands in Besatzungszonen 1945 wurde der Kreis Blankenburg zwar nach der Potsdamer Konferenz und dem Londoner Protokoll der britischen Zone zugeordnet, da der größere Ostteil des Kreises aber nur durch eine Straße und eine Schmalspurbahn mit dem Rest der britischen Zone verbunden war, wurde die Grenzziehung korrigiert und Blankenburg der sowjetischen Zone, später der DDR und dem Land Sachsen-Anhalt eingegliedert. Der Hauptteil des ehemaligen Landes Braunschweig kam zur britischen Zone und damit zu Niedersachsen.

Mittelalterliche Baukunst, eindrucksvolle Schloss- und Gartenarchitektur und eine modernes Kur- und Kulturangebot gehen in dem heutigen Heilbad Blankenburg eine ausgewogene Verbindung ein.

Die Burgruine Regenstein liegt 3 km nördlich von Blankenburg (Harz) in Sachsen-Anhalt und ist ein beliebtes Ausflugsziel, auf dem jedes Jahr ein Ritterspiel und ein Garnisonsfest stattfinden. Von der schwer einnehmbaren Burg, die im Früh- und Hochmittelalter auf einem steil das Umland überragenden 296 m hohen Sandsteinfelsen errichtet wurde, sind heute nur noch Ruinen zu sehen. Hervorzuheben sind einige in den Fels hinein gehauene Räume und die Ruine des Burgfrieds. Die Ruinen der neuzeitlichen Festung sind sehr eindrucksvoll.

Die Felsenmühle an der Festung Regenstein Zwei Wasserräder Der Durchmesser beträgt etwa 4 Meter Reste der Mahlsteine Timm der Harzer Wanderkönig nimmt Maß

Unterhalb der Festungsanlage liegt die Regensteinmühle. Sie gehörte dem Grafen vom Regenstein und wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jh. erbaut und bis ins 15. Jh. zum Mahlen von Öl und Getreide genutzt.
1758 wurde sie von den Preußen gesprengt. Seit 1988 ist man dabei, die Mühle in ihren ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen.