Burg Falkenstein Burgruine Regenstein Roseburg
Burg Falkenstein zwischen Meisdorf und Pansfelde [ mehr Bilder ]
345m über dem Meeresspiegel und hoch über dem Selketal, nur knapp 3 km von Meisdorf entfernt, tront stolz die Burg Falkenstein. Sie ist eine der besterhaltenen Burgen des Harzes. Die älteste Anlage stammt aus dem 12. Jahrhundert (verm. 1120). Heute ist die Burg Museum und bietet dem Besucher Falknershows und Rittermahl, eine Attraktion, die im Hof der Burg bei authentischer Beleuchtung und Speisenzubereitung und Bewirtung zum unvergesslichen Erlebnis wird. Umrahmt wird das Mahl von einem künstlerischen Programm mit mittelalterlichen Spielen und Gesang - einfach toll....

Burg Regenstein bei Blankenburg [ mehr Bilder ]
Die Burgruine Regenstein (2km nördlich von Blankenburg) - auf einem aus Quadersandstein bestehenden Höhenzug 296 m über dem Meeresspiegel - ist die älteste deutsche Steinburg an der Stelle einer vorgeschichtlichen Kultstätte und Fluchtburg. Im Mittelalter spannten sich um Burg und Graf Albrecht II. phantasiereiche Chroniken. Der Regenstein, während des Dreißigjährigen Krieges ein Spielball kaiserlicher Reichspolitik, wurde 1671 kurbrandenburgische, im Siebenjährigen Krieg preußische Festung, die 1758 völlig geschleift wurde. Die zahlreichen in den Sandstein gehauenen Räume sind auch jetzt noch sehenswert. Die heutige Nutzung als Austragungsstätte für mittelalterliche Ritterspiele macht die Burg zu einem interessanten Ziel während eines Harzurlaubs.

Burg Harzburg
1065 errichtete der Salierkönig Heinrich IV. in der Nähe der Kaiserpfalz Goslar die Harzburg. Sie gilt als älteste Höhenburg (483 m) des nordeuropäischen Raumes. Über 170 Meter erhebt sich der Bergsporn des Großen Burgbergs über den Talausgang, der den Zugang zum Oberharz eröffnet. Als Architekt der Burg gilt Bischof Benno II. v. Osnabrück (siehe auch Iburg). Seinem Plan entsprechend verband die Burg Wehr- und Repräsentationsfunktion. Der Überlieferung nach wurde der Burgenbau zunächst durch die sächsischen Adligen und die Landbevölkerung unterstützt, bis sich Widerstand gegen Heinrich in einem Aufstand entlud. Heinrich wurde in seiner Burg belagert und nur mühsam gelang ihm die Flucht. 1074 erklärte er sich zur Schleifung der Harzburg bereit. Als er dieser Zusage nicht schnell genug nachkam, zerstörten sächsische Bauern die Anlage, einschließlich der 1069 erwähnten Kollegiatstiftskirche in der Burg mit den Gräbern von Heinrichs Bruder Konrad und einem der Söhne des Königs. Später wurde die Burg wieder aufgebaut. 1208 bis 1218 verwahrte man sogar die Reichsinsignien auf der Harzburg und 1218 starb Kaiser Otto IV in der Burg.

Grillenburg
Der Ort Grillenberg wurde bereits 880/890 im Hersfelder Zehntverzeichnis genannt. Eine Burg wird es damals aber noch nicht gegeben haben. Die ist erst anzunehmen, als 1217 ein Tidericus de Grellenberch als Lehnsmann des Erzstiftes Magdeburg genannt wird. Die aus großformatigen Buckelquadern entstandenen unteren Mauerteile der Burgruine sind sicher noch der ursprünglichen romanischen Befestigungsanlage zuzuordnen. 1286 sind Burgmannen aus den Familien Muser und von Morungen nachgewiesen. 1347 erwarb der Markgraf von Meißen, Friedrich der Ernsthafte, die Herrschaft vom Herzog von Braunschweig zurück, in dessen Hände sie mit der Markgrafschaft Landsberg gelangt war. Während der Halberstädter Bischofsfehde, die Bischof Albrecht II. von Braunschweig (1325-1358) gegen die Herrschaftsträger im Harzraum, hauptsächlich gegen die Grafen von Regenstein, führte, war die Burg umkämpft. Sie wurde von den Grafen von Mansfeld 1362 erobert. Möglicherweise entstand bei dieser Gelegenheit eine ca. 100 Meter östlich von der Burg gelegene Schanze als Gegenbefestigung. Die in der Bausubstanz erkennbare, durch Ziegelmauerwerk geprägte zweite Ausbaustufe wird in der Literatur in das 14. Jahrhundert eingeordnet. 1366 war Herzog Magnus von Braunschweig Besitzer der Burg. Er übte von hier aus Patronatsrechte über das Kloster Sittichenbach aus. 1485 gehörte die Burg wiederum dem Kurfürsten von Sachsen, Ernst von Sachsen. Von denen gelangten sie in die Hände der Grafen von Mansfeld. Mindestens seit 1486 saßen die Herren von Morungen als Lehnsleute auf der Burg. 1547 fiel mit dem Tod Georgs von Morungen die Herrschaft als erledigtes Lehen an das sächsische Amt Sangerhausen. Zu diesem Zeitpunkt war die Burg schon im Verfall. Der Zeitpunkt der endgültigen Aufgabe ist unbekannt.

Quedlinburg
Mittelalterliche Stiftsburg mit romanischer Stiftskirche. Die ältesten Siedlungsspuren auf dem Berg stammen aus der Jungsteinzeit, wahrscheinlich stand schon in der Bronzezeit eine Wallburg auf dem Sandsteinfelsen. Sehenswert ist auch die Altstadt von Quedlinburg, welche zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.
 

Roseburg