Advent in den Höfen 2006

Am Nordrand des Harzes liegt in einer reizvollen Hügellandschaft am Ufer der Bode die tausendjährige Stadt Quedlinburg. Ihr geschlossenes, historisches Stadtbild mit etwa 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten wurde von der UNESCO in die Weltkulturerbeliste aufgenommen.

Im 5. Jahrhundert soll einer Legende zufolge ein Thüringer Edler namens Quitilio mit seinen Angehörigen auf dem etwa 30m hochragenden Felsen des Burgbergs, den heute das Schloss krönt, die erste Anlage geschaffen haben. Gegebenenfalls stammt daher der Name Quedlinburgs.Die erste schriftliche Erwähnung fällt in das Jahr 922. Heinrich I. (919 in Fritzlar zum ersten deutschen König gewählt) vollzog auf dieser Urkunde seine Unterschrift ("...actum in villa quae dicitur Quitilingaburg") Nach dem Tode Heinrichs I. entstand in dem unter seiner Leitung entstandenen Burgbau ein freiweltliches Damenstift, in dem die Töchter des Hochadels eine umfassende Bildung genossen und ihre Versorgung im Alter hatten.

Der "Advent in den Höfen" gehört zu den schönsten Weihnachtsmärkten im Harz und wird an zwei Wochenenden im Dezember geöffnet. Seinen Namen erhielt er durch den Umstand, das viele kleine Hinterhöfe, die dem Besucher sonst verschlossen bleiben, öffnen und den Besucher in weihnachtlicher Atmosphäre in längst vergangene Zeiten entführen.