Das Ortsbild bestimmen zahlreiche
schöne Fachwerkhäuser. Als besonderes Bauwerk ist die St. Marien-Kirche,
ein barocker Putzbau aus dem 18. Jahrhundert, in deren Kirchturm sich
zwei ca. 700 Jahre alte Glocken mit gotischen Schriftzeichen befinden
herauszuheben. Des Weiteren besitzt die St.-Marien-Kirche einen
geschnitzten Marienaltar, dieser (spätgotische Flügelaltar) stammt aus
der Zeit um das Jahr 1480. Der Innenraum der Kirche ist jedoch Barock.
Sehenswert ist auch das um 1640 gebaute Pfarrhaus, das 1998 saniert
wurde. Ebenso bemerkenswert ist der Schieferhof, ein 650 Jahre alter
Fachwerkbau. Auch gibt es in Wippra, am westlichen Ortsende die
Hasselbachschanze (40-50 Meter Schanze), sowie ein kleines Waldbad.
Im Zentrum des Ortes befindet sich die Brauerei, welche bereits seit 500
Jahren braut und Wippraer Bier bereits zu Luthers Lieblingsgetränken
machte. Unter Graf Vollrad von Mansfeld wurde der Brauhof 1480 an der
jetzigen Stelle errichtet. Seit März 2004 wird die Brauerei nun wieder
betrieben. Bei den angebotenen Brauereiführungen kann man das Original
Wippraer Bier direkt an der Quelle probieren und erwerben.
Die Sommer-Rodelbahn ist von Mitte März - Ende Oktober täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Wem der Nervenkitzel zu groß ist, oder auch Kleinkinder dabei hat, besucht den Streichelzoo. Auch ein "Barfuß-Wanderweg" befindet sich direkt an der Rodelbahn. Die Preise der Bahn als auch des Angebots der Gaststätte sind familienfreundlich. Besonders hat uns das Angebot an frischen hausgemachten Torten und den leckeren Kaffee-Spezialitäten gefallen..
Eine Fahrt mit der Rodelbahn kostet für Kinder 1,50 €, die 6-er Karte nur 7,00 €. Erwachsene bezahlen 2,00 € für die Einzelfahrt bzw. 10,00 € für die 6-er Karte, um die 1000 m lange Abfahrt mit 10 Steilkurven, 2 S-Bögen und 6 Sprüngen gleich mehrfach zu genießen. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 40hm/h wird ein Höhenunterschied von 60m überwunden.
Die Lage Wippras, umringt von dichten
Wäldern, lädt ein die Natur zu erkunden. Der Wald war jedoch lange nicht
immer so dicht gewachsen wie heute, da der Mansfelder
Kupferschieferbergbau große Mengen von Holz sowohl für Stollenbau als
auch für den Schmelzprozeß benötigte.
Geführte Wanderungen, nicht nur in und um Wippra, kann man mit dem
Harzklubzweigverein Wippra unternehmen. Interessantes Wanderziel ist zum
Beispiel die Talsperre, 7 km außerhalb der Ortschaft, tief im Wippertal.
Sie gehört zum Talsperrenbetrieb des Landes Sachsen-Anhalt.
Das Mansfelder Land wurde über Jahrhunderte geprägt durch den Kupferschieferabbau sowie die Verhüttung des gewonnenen Erzes. Wasser ist dabei ein wichtiges Hilfselement. Aus diesem Grund wurden im gesamten Harz viele Gewässer künstlich angelegt, bzw. vorhandene angestaut. So auch im Fall der Talsperre Wippra, die eigentlich nur eine Vorsperre ist. Auslöser für den Bau der Wippertalsperre war die Notwendigkeit, das damalige Mansfeld-Kombinat konstant mit Brauchwasser zu versorgen. Anfang der 50-er Jahre des 20.Jh. begann die Planung. Innerhalb von 20 Monaten wurde der Bau der Vorsperre abgeschlossen. Die geplante Hauptsperre wurde nicht mehr gebaut, da der geringere Wasserverbrauch der Verhüttung dies überflüssig machte und somit ökonomisch wenig sinnvoll war. In Planung ist aber ein weiteres Wasserrückhaltebecken, das die geringe Hochwasserschutzwirkung der Vorsperre ergänzen soll, um Hochwasserschäden, wie sie 1994 auftraten zukünftig zu vermeiden.
Im Zug der einsetzenden Industrialisierung und der Entstehung des Walzwerkes Hettstedt, wurde die Wippertalbahn im Jahre 1920 gebaut, die von Helbra über Mansfeld (Lutherstadt) bis Wippra führt und auch heute noch fährt.
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