Quedlinburg Harz
Am Nordrand des Harzes liegt in einer reizvollen
Hügellandschaft am Ufer der Bode die tausendjährige Stadt Quedlinburg. Ihr
geschlossenes, historisches Stadtbild mit etwa 1200 Fachwerkhäusern aus sechs
Jahrhunderten wurde von der UNESCO in die Weltkulturerbeliste aufgenommen.
Im 5. Jahrhundert soll einer Legende zufolge ein
Thüringer Edler namens Quitilio mit seinen Angehörigen auf dem etwa 30m
hochragenden Felsen des Burgbergs, den heute das Schloss krönt, die erste Anlage
geschaffen haben. Gegebenenfalls stammt daher der Name Quedlinburgs.Die erste schriftliche Erwähnung fällt in das Jahr 922. Heinrich I. (919 in
Fritzlar zum ersten deutschen König gewählt) vollzog auf dieser Urkunde seine
Unterschrift ("...actum in villa quae dicitur Quitilingaburg") Nach dem Tode
Heinrichs I. entstand in dem unter seiner Leitung entstandenen Burgbau ein
freiweltliches Damenstift, in dem die Töchter des Hochadels eine umfassende
Bildung genossen und ihre Versorgung im Alter hatten.
Die reichsfreie Stadt unterstand nur dem Kaiser und
bis zur Reformation dem Papst. Zu ihm gehörte die Stiftskirche. Dieses Stift war
ursprünglich mit einem reichen, weiten Besitz ausgestattet, der durch die
Jahrhunderte hindurch 30.000 Morgen Land umfasste.
Die Stadt entwickelte sich sehr zeitig zu Füssen der Burg und wurde im
Mittelalter zu einer reichen Ansiedlung, die sich aus zwei Hauptkernen, der
Altstadt (Kaufmanns- und Handwerkerniederlassung) und der Neustadt (einer
bäuerlichen Anlage aus dem 12.Jahrhundert) zusammensetzte.
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