Die alte Bergbaustadt Elbingerode liegt ca. 10 km südlich von Wernigerode, urkundlich erwähnt wird sie erstmals im Jahre 1206. Bei einer Höhenlage von 450 - 480 m zeichnet sich Elbingerode durch ein ausgeprägtes Mittelgebirgsklima aus. Dem Spaziergänger und Wanderer bietet es bequeme und abwechslungsreiche Wanderwege. Im Winter sind die sanften Hänge gut für Rodelpartien kleiner Leute und für die ersten Versuche auf Skiern geeignet. Ein Loipennetz erschließt die Wintersportgebiete am Brocken.

Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Region sind die Felswerke. Im Raum Elbingerode/Rübeland liegt eines der bedeutendsten und qualitativ hochwertigsten Massenkalkvorkommen Deutschlands. Seit etwa 100 Jahren wird der Kalkstein in Tagebauen gewonnen. Im Bereich der Vorkommen entstanden in unmittelbarer Nähe die Kalkwerke Rübeland, Kaltes Tal und Hornberg. Kalk ist ein lebensnotwendiger Rohstoff. Der Kalk aus dem Harz begegnet uns in vielen Produkten des täglichen Lebens wieder. So wird er zum Beispiel eingesetzt um Papier, Leder, Farben, Kunststoffe, Glas, Zahnpasta, Seife, Soda, Calziumcarbid und Acetylen, Kosmetika, Arzneimittel und Zucker oder andere Lebensmittel herzustellen. Als Baustoff ist er unerlässlich und selbst zur Wasseraufbereitung und Abgasentschwefelung setzt man Kalk ein.

Lageplan der Tagebaue der Felswerke Im Hintergrund Brocken und Wurmberg Tagebau der Felswerke Felswerke Rübeland Elbingerode Tagebau Elbingerode

Die Kalksteinlagerstätten im Raum Elbingerode/Rübeland sind im Devon vor etwa 350 Millionen Jahren entstanden. Mit einem CaCo³ - Gehalt von 97 bis 99% bildete sich ein Vorkommen ungewöhnlicher Reinheit, Homogenität und Mächtigkeit. An wenigen Stellen entstanden tiefgreifende Karstschlotten, die mit tonigen und lehmigen Verunreinigungen gefüllt sind.

Timm vor demTagebau Kalkwerk Vorsicht Sprengung Der Tagebau ist tief Gipsabbau im Oberharz

Die "Überleitungssperre" ist ein Teil des Ostharztalsperrensystems in Sachsen Anhalt. Untehalb des Brocken beginnt das Einzugsgebiet dieser Talsperre. Dort entspringen nur 1,5 Kilometer von einander entfernt die Kalte Bode und die Warme Bode. Beide Flussläufe nehmen einen unterschiedlichen Weg. Die Warme Bode fliesst in einem großem Bogen in südlicher Richtung, über Braunlage, Sorge und Tanne. Der Weg der Kalten Bode verläuft durch Schierke, Elend in Richtung Königshütte. In Königshütte, unterhalb der aus dem 13. Jh. stammenden "Königsburg", vereinigen sich beide Flussläufe.

2km unterhalb vom Zusammenfluss der Kalten und der Warmen Bode, in der nähe der ehemaligen Trogfurther Brücke, befindet sich die Staumauer der Talsperre. Obwohl der Stauinhalt mit 1,2 Millionen m³ nicht sehr groß ist, hat die Talsperre eine bedeutende Aufgabe im Ostharzer Talsperrensystem. Das aufgestaute Wasser wird über einen 1,8km langen Stollen der Rappbodetalsperre zugeführt. Nur so ist es möglich, die Rohwasserbereitstellung aus der Rappbodetalsperre zu sichern.

Die Talsperre ist bei Anglern sehr beliebt. Wanderer schätzen die reizvolle Umgebung.

Überleitungssperre Die Talsperre zwischen Elbingerode und Rübeland Ein Paradies für Angeln im Harz Die Trogfurther Brücke Stempel für den Wanderkönig

Königshütte liegt an der Bundesstraße 27 im Harz, von der mitten im Ort eine Landstraße nach Tanne (Harz) abzweigt. Unmittelbar unterhalb des Ortes erfolgt unter der Königsburg der Zusammenfluss von Kalter und Warmer Bode, die ab hier gemeinsam die Bode bilden, die zunächst in die Talsperre Königshütte und weiter nach Rübeland fließt. Königshütte ist eine der Stationen auf dem Harzer Hexenstieg. Der einst selbständige Ort entstand durch die Zusammenlegung von Königshof und Rothehütte im Jahre 1936. Rothehütte war insbesondere als Standort mehrerer Eisenhüttenwerke bekannt, so der Neuen Hütte und von Lüdershof. Die berühmte Jagdpfalz Bodfeld soll sich in der Nähe des Ortes befunden haben.

Besonderer Anziehungspunkt ist das Besucherbergwerk "Drei Kronen & Ehrt", in das Sie mit der Grubenbahn einfahren können. Anhand bergbautypischer Arbeitsgeräte werden dem Besucher Arbeitsabläufe vermittelt und Sprengtechniken erklärt.

Auf dem Büchenberg liegt ein weiteres Bergbaumuseum das "Schaubergwerk Büchenberg"

Königshütte hatte Eisenbahnanschluss bis Blankenburg (Harz). Die elektrifizierte Strecke zwischen Königshütte und Elbingerode wurde vor einigen Jahren jedoch eingestellt.